90-Jährige will Konto räumen: Bankangestellte verhindert Telefonbetrug

(Affoltern am Albis ZH). Die Kantonspolizei Zürich hat am Freitagnachmittag (30.10.2026) in Affoltern am Albis einen mutmasslichen Telefonbetrüger verhaftet.

Gegen 12.45 Uhr meldete sich eine Angestellte eines Finanzinstituts bei der Stadtpolizei Affoltern am Albis. Sie berichtete, dass sie eine 90-jährige Frau an ihrem Schalter habe, die ihr gesamtes Konto auflösen wolle, da ihr Geld bei der Bank nicht mehr sicher sei.

Polizei.news | Schweiz | Täglich aktuell

Das Wichtigste auf einen Blick

  • Ort: Affoltern am Albis.
  • Zeitpunkt: Freitag, 30. Oktober 2026.
  • Betrugsart: Mutmasslicher Telefonbetrug.
  • Betroffene: 90-jährige Frau.
  • Alarmierung: Angestellte eines Finanzinstituts verständigte gegen 12.45 Uhr die Stadtpolizei.
  • Warnsignal: Die Seniorin wollte ihr gesamtes Konto auflösen, weil ihr Geld angeblich nicht mehr sicher sei.
  • Polizeieinsatz: Fahnder der Kantonspolizei begaben sich zum Wohnort der Frau.
  • Festnahme: 21-jähriger Moldawier bei der Entgegennahme von Bargeld verhaftet.
  • Bargeld: Sichergestellt und der Geschädigten zurückgegeben.
  • Finanzieller Schaden: Keiner entstanden.
  • Weitere Ermittlungen: Kantonspolizei Zürich und zuständige Staatsanwaltschaft.

Bankangestellte wird wegen geplanter Kontoauflösung misstrauisch

Daraufhin begaben sich Fahnder der Kantonspolizei Zürich zum Wohnort der Frau. Dort verhafteten sie einen Mann, als dieser am späteren Nachmittag ein Couvert mit Bargeld entgegennahm.

Polizei stellt Bargeld sicher und gibt es Seniorin zurück

Die Polizisten stellten das Geld sicher und konnten es der Geschädigten zurückgeben. Ihr entstand somit kein finanzieller Schaden.

21-jähriger Moldawier verhaftet

Beim Verhafteten handelt es sich um einen 21-jährigen Moldawier. Nach der polizeilichen Befragung wurde er der zuständigen Staatsanwaltschaft zugeführt.

Ermittlungen wegen mutmasslichen Telefonbetrugs laufen

Die weiteren Ermittlungen werden durch die Kantonspolizei Zürich in Zusammenarbeit mit der Staatsanwaltschaft geführt.

 

Quelle: Kantonspolizei Zürich
Bildquelle: Symbolbild © Kapo Zürich


Polizei.news | Schutz vor Telefonbetrug

Telefonbetrug erkennen: Sieben Warnsignale, bei denen Sie auflegen sollten

Telefonbetrüger geben sich häufig als Bankangestellte, Polizisten oder andere Vertrauenspersonen aus. Mit erfundenen Notlagen und scheinbar dringenden Anweisungen versuchen sie, an Geld oder persönliche Daten zu gelangen. Wer typische Warnsignale kennt, kann verdächtige Anrufe besser erkennen und richtig reagieren.

1. Angeblich ist Ihr Geld nicht mehr sicher

Ein häufiges Betrugsmuster besteht darin, dass Anrufende behaupten, das Geld auf einem Bankkonto sei akut gefährdet. Manchmal wird von einem angeblichen Angriff auf die Bank, einer laufenden Untersuchung oder einem verdächtigen Mitarbeitenden gesprochen.

Lassen Sie sich nicht zu einer sofortigen Kontoauflösung, Bargeldabhebung oder Überweisung drängen. Beenden Sie das Gespräch und kontaktieren Sie Ihre Bank über die offiziell bekannte Telefonnummer.

2. Polizei und Banken verlangen keine Bargeldübergabe

Besondere Vorsicht ist geboten, wenn jemand am Telefon verlangt, Bargeld oder Schmuck einer unbekannten Person zu übergeben, an einem bestimmten Ort zu deponieren oder zur angeblichen Sicherheitskontrolle bereitzustellen.

Die echte Polizei fordert am Telefon keine Übergabe von Bargeld oder Wertsachen zur sicheren Aufbewahrung. Auch seriöse Banken schicken keine unbekannten Abholpersonen vorbei, um das Vermögen ihrer Kundschaft in Sicherheit zu bringen.

3. Zeitdruck ist ein wichtiges Warnsignal

Telefonbetrüger versuchen oft, ihre Gesprächspartner unter Druck zu setzen. Sie behaupten beispielsweise, dass sofort gehandelt werden müsse oder dass ein angeblicher Polizeieinsatz sonst gefährdet sei.

Lassen Sie sich Zeit. Legen Sie auf und besprechen Sie ungewöhnliche Geldforderungen mit einer Vertrauensperson. Ein seriöses Anliegen erlaubt eine unabhängige Überprüfung.

4. Auch angezeigte Telefonnummern können gefälscht sein

Mit sogenanntem Call-ID-Spoofing können Kriminelle die angezeigte Rufnummer manipulieren. Auf dem Display kann dadurch eine bekannte oder vertrauenswürdig wirkende Telefonnummer erscheinen.

Verlassen Sie sich deshalb nicht allein auf die Nummernanzeige. Rufen Sie eine Bank oder Behörde über eine selbst recherchierte beziehungsweise bereits bekannte offizielle Nummer zurück – nicht über eine vom Anrufenden genannte Rückrufnummer.

5. PIN, Passwörter und Sicherheitscodes bleiben geheim

Wer telefonisch nach Passwörtern, PIN-Codes, vollständigen Sicherheitsdaten oder Bestätigungscodes aus SMS-Nachrichten fragt, sollte misstrauisch machen.

Geben Sie solche Informationen nicht am Telefon bekannt. Bestätigen Sie keine unbekannten Zahlungen in einer Banking-App und installieren Sie keine Fernwartungssoftware auf Aufforderung unbekannter Anrufender.

6. Angehörige können mit einfachen Absprachen helfen

Familien können gemeinsam besprechen, wie sie auf ungewöhnliche Telefonanrufe reagieren wollen. Besonders hilfreich ist die Vereinbarung, grössere oder unerwartete Geldforderungen vor einer Zahlung mit einer vertrauten Person zu prüfen.

Sprechen Sie respektvoll über Betrugsmaschen und vermeiden Sie Vorwürfe. Kriminelle nutzen gezielt psychologischen Druck und täuschend echte Geschichten, um Menschen unterschiedlichen Alters zu manipulieren.

7. Bei einem verdächtigen Anruf richtig handeln

Beenden Sie das Gespräch, wenn Ihnen eine Forderung verdächtig vorkommt. Kontaktieren Sie die betroffene Bank oder Behörde über eine unabhängige Telefonnummer.

Wurden bereits Zahlungen ausgelöst oder Daten weitergegeben, informieren Sie umgehend die Bank. Bei Betrugsverdacht können Sie die Polizei kontaktieren. Besteht eine akute Situation, ist die Polizei in der Schweiz unter der Notrufnummer 117 erreichbar.

Gut zu wissen: Telefonbetrug betrifft nicht nur ältere Menschen. Betrüger passen ihre Geschichten an unterschiedliche Lebenssituationen an und nutzen unter anderem gefälschte Behördenanrufe, angebliche Kontoprobleme oder erfundene Notfälle im Familienkreis.

Praktischer Tipp: Schreiben Sie die wichtigsten Telefonnummern Ihrer Bank und der örtlichen Polizeistelle auf eine Karte und bewahren Sie diese gut sichtbar zu Hause auf. So können Sie ungewöhnliche Anrufe schnell und unabhängig überprüfen.

Weitere Informationen: Nützliche Präventionstipps und Hinweise zu aktuellen Betrugsmaschen finden Sie bei Polizeinews Prävention.


 

Quelle Infobox: Polizei.news-Redaktion






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