Neuer Polizeiberuf im Innendienst: Sechs Monate bezahlte Ausbildung, Teilzeit möglich

(Basel BS). Die Kantonspolizei Basel-Stadt stärkt ihren Innendienst und schafft mit der Einführung der „Sicherheitsassistenz Rapportierung & Ermittlung“ ein neues, spezialisiertes Berufsbild.

Ziel ist es, die Ermittlungskette zu beschleunigen, die polizeiliche Fallbearbeitung zu erweitern und neue berufliche Perspektiven für qualifizierte Fachkräfte zu schaffen.

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Das Wichtigste auf einen Blick

  • Arbeitgeber: Kantonspolizei Basel-Stadt.
  • Neues Berufsbild: Sicherheitsassistenz Rapportierung & Ermittlung.
  • Arbeitsbereich: Polizeilicher Innendienst in Uniform.
  • Aufgaben: Entgegennahme von Anzeigen und Meldungen, Beratung der Bevölkerung und selbstständige Sachverhaltsabklärungen.
  • Weitere Tätigkeiten: Verfassen von Rapporten sowie Einvernahmen mit geschädigten Personen und Zeugen.
  • Zielgruppe: Insbesondere Personen mit kaufmännischem Hintergrund oder vergleichbarer Sachbearbeitungserfahrung.
  • Ausbildungsbeginn: 1. Mai 2027.
  • Ausbildungsdauer: Sechs Monate, vollständig entlohnt.
  • Arbeitspensum: 60, 80 oder 100 Prozent möglich.
  • Besonderheit: Erster Ausbildungsmonat zwingend in Vollzeit.
  • Staatsangehörigkeit: Schweizer Staatsangehörigkeit oder Niederlassungsbewilligung C.
  • Ausbildung: Abgeschlossene Berufslehre EFZ oder gleichwertiger Abschluss.
  • Sprachkenntnisse: Deutsch auf Niveau C2.
  • Bewerbungsfrist: 20. November 2026.

Neues Berufsbild stärkt den polizeilichen Innendienst

Anzeigen entgegennehmen. Das ist eine der vielfältigen Aufgaben der zukünftigen „Sicherheitsassistentinnen und Sicherheitsassistenten Rapportierung und Ermittlung“.

Mit der Einführung der Sicherheitsassistenz Rapportierung & Ermittlung reagiert die Kantonspolizei Basel-Stadt auf die steigenden Anforderungen an eine effiziente und bürgernahe Polizeiarbeit. Die neuen Fachpersonen fungieren als zentrale Anlaufstelle für die Bevölkerung bei polizeilichen Anliegen. Sie übernehmen wesentliche Aufgaben in der Erstaufnahme von Anzeigen und Meldungen, beraten Bürgerinnen und Bürger und klären Sachverhalte selbstständig ab.

Anzeigen aufnehmen, Rapporte verfassen und Einvernahmen durchführen

Durch die ganzheitliche Aufnahme von Fällen – einschliesslich der Entgegennahme von Anzeigen, der Verfassung präziser Rapporte sowie der Durchführung von Einvernahmen mit geschädigten Personen und Zeugen – wird eine schnellere und konsistentere Bearbeitung ermöglicht. Dies entlastet die Polizistinnen und Polizisten auf der Strasse und beschleunigt die gesamte Bearbeitungskette. Die Sicherheitsassistentinnen und Sicherheitsassistenten arbeiten in Uniform eng mit verschiedenen Behörden und Fachstellen zusammen. Damit bietet das Berufsbild eine ideale Möglichkeit für Personen, die einen wesentlichen Beitrag zur öffentlichen Sicherheit leisten möchten, jedoch keinen Einsatz im uniformierten Aussendienst anstreben.

Neue Berufsperspektiven auch für Quereinsteigerinnen und Quereinsteiger

Das neue Berufsbild richtet sich insbesondere an Personen mit kaufmännischem Hintergrund oder vergleichbarer Sachbearbeitungserfahrung, die eine sinnstiftende Tätigkeit im öffentlichen Sicherheitsbereich suchen. Die Kantonspolizei Basel-Stadt begrüsst ausdrücklich auch Bewerbungen von Personen, die sich beruflich neu orientieren möchten.

Sechsmonatige Ausbildung wird vollständig entlohnt

Die erfolgreichen Bewerberinnen und Bewerber durchlaufen eine sechsmonatige, voll entlohnte Ausbildung, die sie gezielt auf die anspruchsvollen Aufgaben im polizeilichen Innendienst vorbereitet.

Eckpunkte zur Bewerbung

  • Ausbildungsstart: 1. Mai 2027
  • Pensum: 60 % , 80% und 100 % möglich, wobei der erste Ausbildungsmonat in Vollzeit zu absolvieren ist
  • Voraussetzungen: Schweizer Staatsangehörigkeit oder Niederlassungsbewilligung C, abgeschlossene Berufslehre (EFZ) oder gleichwertiger Abschluss sowie sehr gute Deutschkenntnisse (Niveau C2).
  • Bewerbungsfrist: 20. November 2026

Interessierte finden alle detaillierten Informationen zum Anforderungsprofil und zum Anmeldeverfahren auf der offiziellen Webseite der Kantonspolizei Basel-Stadt.

 

Quelle: Kantonspolizei Basel-Stadt
Bildquelle: Kantonspolizei Basel-Stadt


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Karriere bei der Polizei: So gelingt der Einstieg in einen neuen Beruf

Eine berufliche Neuorientierung kann neue Perspektiven eröffnen. Besonders interessant sind Tätigkeiten, bei denen bereits erworbene Kenntnisse in einem anderen Arbeitsumfeld eingesetzt werden können. Wer sich für einen Beruf im öffentlichen Sicherheitsbereich interessiert, sollte neben den fachlichen Anforderungen auch die persönlichen Stärken und die eigenen Erwartungen an den Berufsalltag berücksichtigen.

1. Berufliche Erfahrung gezielt nutzen

Erfahrungen aus kaufmännischen, administrativen oder dienstleistungsorientierten Berufen können auch in anderen Tätigkeitsfeldern wertvoll sein.

Wer regelmässig Kundengespräche führt, komplexe Anliegen bearbeitet oder sensible Informationen verwaltet, bringt wichtige Kompetenzen mit. Dazu gehören beispielsweise sorgfältiges Arbeiten, organisatorisches Geschick und ein respektvoller Umgang mit unterschiedlichen Menschen.

2. Gute Kommunikation ist eine Schlüsselkompetenz

In vielen Berufen des öffentlichen Dienstes sind verständliche Kommunikation und aufmerksames Zuhören besonders wichtig.

Menschen wenden sich häufig mit Fragen oder persönlichen Anliegen an eine Behörde. Wer Informationen sachlich erfassen, gezielt nachfragen und schwierige Sachverhalte verständlich erklären kann, erleichtert die Zusammenarbeit. Ebenso wichtig sind Diskretion und ein professioneller Umgang mit vertraulichen Angaben.

3. Schriftliche Ausdrucksfähigkeit trainieren

Viele administrative und sicherheitsbezogene Tätigkeiten erfordern eine präzise schriftliche Dokumentation.

Dabei geht es nicht um komplizierte Formulierungen, sondern um klare und nachvollziehbare Beschreibungen. Eine gute Übung besteht darin, einen Sachverhalt chronologisch und sachlich zusammenzufassen: Was ist geschehen? Wann und wo? Welche Informationen sind gesichert, welche noch offen?

4. Berufsbegleitendes Lernen realistisch planen

Eine Ausbildung während eines Anstellungsverhältnisses bringt neue Lerninhalte und praktische Herausforderungen mit sich.

Wer sich auf einen solchen Schritt vorbereitet, sollte genügend Zeit für Unterricht, Selbststudium und Erholung einplanen. Hilfreich ist es, bereits vor dem Ausbildungsbeginn die familiären und beruflichen Rahmenbedingungen zu klären.

5. Bewerbungsunterlagen mit konkreten Beispielen stärken

Ein überzeugender Lebenslauf und ein gut formuliertes Motivationsschreiben zeigen nicht nur, welche Abschlüsse und Berufserfahrungen vorhanden sind.

Besonders aussagekräftig sind konkrete Beispiele aus dem Berufsalltag. Haben Sie anspruchsvolle Kundengespräche geführt, Arbeitsabläufe verbessert oder selbstständig Verantwortung übernommen? Solche Erfahrungen können helfen, die eigene Eignung nachvollziehbar darzustellen.

6. Auf ein strukturiertes Vorstellungsgespräch vorbereiten

Bei einem Vorstellungsgespräch interessieren sich Arbeitgebende nicht nur für fachliche Qualifikationen, sondern auch für Motivation, Belastbarkeit und die Zusammenarbeit im Team.

Überlegen Sie sich vorab, warum Sie die Stelle interessiert, welche Stärken Sie einbringen und wie Sie mit schwierigen Situationen umgehen. Ehrliche und konkrete Antworten sind hilfreicher als auswendig gelernte Standardformulierungen.

Gut zu wissen: Neben dem klassischen Polizeiberuf gibt es in Sicherheitsorganisationen unterschiedliche berufliche Tätigkeiten. Je nach Stelle können kaufmännische, technische, organisatorische oder kommunikative Fähigkeiten gefragt sein. Die konkreten Anstellungsbedingungen richten sich nach der jeweiligen Funktion und Organisation.

Praktischer Tipp: Erstellen Sie vor einer Bewerbung eine Übersicht mit drei Spalten: Anforderungen der Stelle, vorhandene Qualifikationen und passende Beispiele aus dem Berufsalltag. Das hilft sowohl beim Motivationsschreiben als auch bei der Vorbereitung auf ein Vorstellungsgespräch.

Weitere Informationen: Einblicke in Polizeiberufe, Karrierewege und berufliche Entwicklungsmöglichkeiten bietet Polizeijobs.ch.


 

Quelle Infobox: Polizei.news-Redaktion






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