Vom Warnplakat zum Schulunterricht: Polizei blickt auf Verkehrsprävention zurück

(Kanton SG). Dieses Plakat aus der Zeit zwischen 1960 und 1980 erinnert an eine Polizeiaufgabe mit langer Geschichte: die Verkehrsinstruktion an Schulen.

Wie es dazu kam? Wir blättern zurück …

Polizei.news | Täglich aktuell

Das Wichtigste auf einen Blick

  • Historischer Rückblick: Ein Plakat mit der Aufschrift „achtung … Kinder“ stammt aus der Zeit zwischen 1960 und 1980.
  • Anfänge: Erste Belege für Verkehrsinstruktionen durch das St.Galler Polizeikorps reichen in die Zeit vor dem Zweiten Weltkrieg zurück.
  • Entwicklung: Mitte der 1950er-Jahre übernahm ein Polizist die Aufgabe im Nebenamt.
  • Vollamtliche Aufgabe: Ab 1964 besuchte der erste vollamtliche Verkehrsinstruktor Schulen im ganzen Kanton.
  • Kindergartenbändel: Bruno Widmer übernahm die Funktion 1965 und führte unter anderem den Schultergurt für bessere Sichtbarkeit ein.

„achtung … Kinder“ – ein Blick ins Polizeiarchiv

Mit dem zunehmenden Strassenverkehr häuften sich auch schwere Unfälle. Die Polizisten waren unmittelbar mit den Folgen konfrontiert. Dabei wurde deutlich, wie wichtig es war, Verkehrsregeln nicht nur aufzustellen, sondern auch verständlich zu vermitteln. Aus dem Polizeialltag heraus wuchs deshalb das Bedürfnis, Unfälle durch Aufklärung zu verhindern, bevor sie geschehen.

1932 wurde das erste eidgenössische Motorfahrzeug- und Fahrradgesetz erlassen, 1958 folgte das weitergehende Strassenverkehrsgesetz (SVG). Während Motorfahrzeuglenkende ihr Wissen in einer Prüfung nachweisen mussten, blieb eine Herausforderung: Wie erreichte man Velofahrende und vor allem Kinder, die täglich zu Fuss unterwegs waren?

Vom Nebenamt zum ersten vollamtlichen Verkehrsinstruktor

Erste Belege dafür, dass Angehörige des Polizeikorps des Kantons St.Gallen Verkehrsinstruktionen erteilten, reichen bis in die Zeit vor dem Zweiten Weltkrieg zurück. Mitte der 1950er-Jahre übernahm ein Polizist diese Aufgabe im Nebenamt. 1964 folgte der erste vollamtliche Verkehrsinstruktor, der im ganzen Kanton Schulen besuchte. Ein Jahr später übernahm Bruno Widmer diese Funktion. Er sollte in den folgenden Jahren die Verkehrsinstruktion massgeblich prägen. Unter anderem führte er den sogenannten „Kindergartenbändel“ ein – einen Schultergurt, der die jüngsten Verkehrsteilnehmenden besser sichtbar machte.

Was aus den Erfahrungen mit schweren Unfällen entstand, ist bis heute ein wichtiger Bestandteil der Präventionsarbeit der Kantonspolizei St.Gallen.

Wer erinnert sich noch an den Verkehrsunterricht aus der eigenen Schulzeit?

 

Quelle: Kantonspolizei St.Gallen
Bildquelle: Polizeiarchiv Kantonspolizei St.Gallen


Polizei.news informiert | Sicherer Schulweg

Sicher zur Schule: Was Eltern im Alltag konkret üben können

Verkehrsunterricht und regelmässiges Üben ergänzen sich. Eltern und Betreuungspersonen können Kinder dabei unterstützen, ihren Schulweg kennenzulernen und sichere Verhaltensweisen Schritt für Schritt anzuwenden.

1. Den sichersten Weg auswählen

Der kürzeste Weg ist nicht automatisch der sicherste. Fragen Sie bei der Gemeinde nach einem Schulwegplan oder empfohlenen Routen. Gehen Sie den gewählten Weg mehrmals gemeinsam und besprechen Sie schwierige Stellen direkt vor Ort.

2. Begleitung und Zeit einplanen

Begleiten Sie Ihr Kind so lange wie nötig. Planen Sie ausreichend Zeit ein, damit es ohne Eile unterwegs sein kann. Zeigen Sie durch Ihr eigenes Verhalten, wie Verkehrsregeln im Alltag eingehalten werden.

3. Sichtbarkeit verbessern

Helle Kleidung und reflektierende Materialien an Jacke, Schuhen oder Rucksack helfen, Kinder frühzeitig wahrzunehmen. Achten Sie auch bei einem Wechsel der Winterjacke darauf, dass die reflektierenden Elemente weiterhin vorhanden und sichtbar sind.

Für Fahrzeuglenkende: Lesen Sie auch unseren Ratgeber „Gefährliche Freundlichkeit“: Das Problem mit dem Winken am Fussgängerstreifen.


 

Quelle Infobox: Polizei.news-Redaktion






    So wird Ihr Zuhause noch sicherer

    Ob in Bern, Zürich, Luzern, Basel, St.Gallen oder anderswo in der ganzen Schweiz: Fragen Sie jetzt Ihre kostenlose Sicherheitsberatung an!

    Loading...


    Ihre Daten werden sorgsam behandelt und für die Kontaktaufnahme mit Ihnen zwecks Vereinbarung Ihrer kostenlosen Sicherheitsberatung verwendet.