Leuchtende Mützen für 150 Kinder: Schule setzt auf mehr Sicherheit statt Elterntaxis

(Diepoldsau SG). Alle 150 Diepoldsauer Kindergartenkinder haben diese Woche eine reflektierende Mütze erhalten. Mit der Aktion stärkt die Schule Diepoldsau die Sichtbarkeit und Sicherheit der Kinder und setzt ihre Schulwegkampagne „Ich kann das. Ich geh zu Fuss.“ fort.

Der Weg in den Kindergarten ist ein wichtiger Schritt in Richtung Selbstständigkeit. Seit vier Jahren motiviert die Schule Diepoldsau mit ihrer Kampagne Kinder dazu, den Kindergartenweg möglichst selbständig zu Fuss zurückzulegen und Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten zu gewinnen.

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150 reflektierende Mützen für mehr Sicherheit auf dem Kindergartenweg

Ort: Diepoldsau im Kanton St.Gallen.

Aktion: Rund 150 Kindergartenkinder erhalten reflektierende Mützen.

Verteilung: Schulrätin Fabienne Sieber besuchte alle acht Kindergärten.

Ziel: Bessere Sichtbarkeit der Kinder in der dunklen Jahreszeit.

Schulweg: Die Kinder sollen ihren Kindergartenweg möglichst selbständig zu Fuss zurücklegen.

Unterstützung: Die regionale Mobilitätsinitiative „clevermobil“ stellt die Mützen zur Verfügung.

Anfang Woche hat Schulrätin Fabienne Sieber in allen acht Kindergärten rund 150 reflektierenden Mützen verteilt. „Die Kappen halten nicht nur die Ohren warm, sondern sorgen dank ihrer Farbe und der reflektierenden Elemente auch für bessere Sichtbarkeit“, sagt Fabienne Sieber.

Besser sichtbar in der dunklen Jahreszeit

Im Herbst und Winter sind die Kinder morgens häufig bei Dämmerung oder Dunkelheit unterwegs. Die Leuchtkappen helfen dabei, dass sie von anderen Verkehrsteilnehmenden früher wahrgenommen werden. Die regionale Mobilitätsinitiative „clevermobil“ stellt die Mützen zur Verfügung und engagiert sich für bedarfsgerechte und nachhaltige Mobilitätslösungen.



Selbständig unterwegs

Mit der Aktion möchte die Schule nicht nur die Sicherheit der Kinder erhöhen, sondern auch den Schulweg zu Fuss fördern. Wer den Weg selbständig zurücklegt, sammelt Erfahrungen im Strassenverkehr, bewegt sich an der frischen Luft und stärkt das eigene Selbstvertrauen. Gleichzeitig soll die Zahl der Elterntaxis reduziert werden. Ganz nach dem Motto: „Ich kann das. Ich geh zu Fuss.“

Bildlegende: Schulrätin Fabienne Sieber übergibt den Kindern die Leuchtmützen.

 

Quelle: Gemeinde Diepoldsau
Bildquelle: Gemeinde Diepoldsau


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Kinder im Strassenverkehr: Drei Tipps für einen sicheren Schulweg

Kinder nehmen den Strassenverkehr anders wahr als Erwachsene. Sie können Geschwindigkeiten und Entfernungen noch nicht gleich zuverlässig einschätzen und werden aufgrund ihrer Körpergrösse leichter übersehen. Eine sorgfältige Vorbereitung, gut sichtbare Kleidung und gemeinsam eingeübte Verhaltensregeln tragen dazu bei, den Schulweg sicherer zu machen.

1. Den sichersten statt den kürzesten Weg wählen: Eltern sollten den Schulweg zunächst gemeinsam mit ihrem Kind erkunden. Bevorzugen Sie Strecken mit Trottoirs, übersichtlichen Übergängen und möglichst wenigen schwierigen Kreuzungen. Üben Sie das Überqueren der Strasse wiederholt und lassen Sie das Kind erklären, worauf es achten muss. Erst wenn es die Situationen zuverlässig bewältigen kann, sollte es den Weg zunehmend selbständig zurücklegen.

2. Reflektoren rundum sichtbar anbringen: Helle und leuchtende Kleidung verbessert die Erkennbarkeit bereits tagsüber. Bei Dunkelheit sind reflektierende Materialien besonders wirkungsvoll. Sinnvoll sind Reflektoren an Jacken, Rucksäcken, Schultheken sowie an Armen und Beinen. Achten Sie darauf, dass die reflektierenden Flächen nicht durch einen Rucksack oder eine darüberliegende Jacke verdeckt werden.

3. Zeitdruck vermeiden und klare Regeln üben: Planen Sie morgens genügend Zeit ein. Kinder sollten wissen, dass sie vor dem Überqueren der Strasse anhalten, den Verkehr beobachten und erst losgehen, wenn ein sicheres Überqueren möglich ist. Auch am Fussgängerstreifen dürfen sie nicht davon ausgehen, dass jedes Fahrzeug rechtzeitig anhält. Ein vertrauter und regelmässig geübter Ablauf gibt Sicherheit.

Gut zu wissen: Nach Angaben der Beratungsstelle für Unfallverhütung (BFU) werden Personen mit heller Kleidung im Dunkeln etwa aus doppelt so grosser Entfernung erkannt wie dunkel gekleidete Menschen. Reflektierende Materialien können die Erkennbarkeit weiter verbessern. Besonders wirksam sind Reflektoren an beweglichen Körperteilen wie Armen und Beinen.

Bei Regen besonders wichtig: Kapuzen, die tief ins Gesicht reichen, und ungünstig gehaltene Regenschirme können das Sichtfeld einschränken. Prüfen Sie, ob Ihr Kind den Kopf frei nach links und rechts drehen kann. Gut profilierte Schuhe helfen zudem auf nassem Laub, glatten Strassenmarkierungen und rutschigen Wegen.

Alternative zum Elterntaxi: Wenn ein Kind den Schulweg noch nicht alleine bewältigen kann, ist ein gemeinsamer Fussweg mit Erwachsenen oder eine organisierte Begleitgruppe eine Möglichkeit. Bei einem sogenannten Pedibus gehen mehrere Kinder gemeinsam mit einer erwachsenen Begleitperson zur Schule.

Weitere praktische Hinweise bietet der redaktionelle Ratgeber „Sicher durch den Regen: Freie Sicht auf dem Schulweg“ auf Polizei.news. Er erklärt unter anderem, worauf Eltern bei Regenbekleidung, Sichtbarkeit und rutschigen Wegen achten sollten.


 

Quelle Infobox: Polizei.news-Redaktion






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