Nach Regen sinkt Waldbrandgefahr auf Stufe 2 – beim Feuern bleibt Vorsicht nötig

(Aargau AG). Es ist im ganzen Kanton weiterhin verhältnismässig trocken.

Die Regenfälle der vergangenen Tage haben allerdings zu einer Entspannung der Waldbrandgefahr geführt. Es gilt neu die Gefahrenstufe 2 von 5 („mässige Waldbrandgefahr“).

Das Wichtigste auf einen Blick

  • Betroffenes Gebiet: Gesamter Kanton Aargau
  • Neue Gefahrenstufe: 2 von 5 – mässige Waldbrandgefahr
  • Gültig ab: Montag, 19. Oktober 2026, 12 Uhr
  • Grund der Entspannung: Regenfälle und tiefere Temperaturen
  • Weiterhin zu beachten: Für die Jahreszeit aussergewöhnliche Trockenheit
  • Feuer im Wald: Weiterhin besondere Vorsicht nötig
  • Lokale Vorschriften: Gemeinden können eigene Feuerverbote erlassen
  • Lagebeurteilung: Aargauische Gebäudeversicherung (AGV) und Abteilung Wald des BVU

Regen und tiefere Temperaturen entspannen die Lage

Vertreterinnen und Vertreter der Aargauischen Gebäudeversicherung (AGV) und der Abteilung Wald des Departements Bau, Verkehr und Umwelt (BVU) haben erneut eine Lagebeurteilung der Gefahr von Waldbränden vorgenommen.

Es ist im ganzen Kanton weiterhin ausserordentlich trocken für diese Jahreszeit.

Die Regenfälle der vergangenen Tage haben allerdings die Streu und die oberste Bodenschicht benetzt.

Zusätzlich führen die kühleren Temperaturen dazu, dass diese Schichten nicht wieder vollständig austrocknen.

Ab 19. Oktober gilt Waldbrandgefahrenstufe 2 von 5

Es gilt neu ab Montag, 19. Oktober, 12.00 Uhr die Gefahrenstufe Stufe 2 von 5 („mässige Waldbrandgefahr“).

Trotzdem ist wie immer beim Umgang mit Feuer im Wald und in Waldesnähe Vorsicht geboten.

Gemeinden können weiterhin Feuerverbote erlassen

Die Gemeinden haben weiterhin die Möglichkeit, Feuerverbote für ihr Gemeindegebiet zu erlassen.

Die Bevölkerung wird dazu aufgerufen, sich über die lokal geltenden Massnahmen zu informieren.

Polizei.news informiert | Waldbrandprävention

Waldbrandgefahrenstufe 2: Was bedeutet das beim Grillieren und Feuern?

Die fünfteilige Waldbrandgefahrenskala zeigt, wie leicht ein Feuer entstehen und wie schnell es sich ausbreiten kann. Stufe 2 steht für eine mässige Gefahr. Das bedeutet jedoch nicht, dass Brände ausgeschlossen sind.

Auch bei mässiger Waldbrandgefahr können lokal Feuer entstehen. Nach Angaben des Bundes breiten sich diese in der Regel langsam bis mittelschnell aus. Typisch sind Boden- und Lauffeuer, während Baumkronen nur selten betroffen sind.

Entscheidend ist ausserdem, welche Feuerverbote oder Einschränkungen am jeweiligen Standort tatsächlich gelten. Die Gefahrenstufe allein ist keine allgemeine Erlaubnis zum Feuern.

Sechs Regeln für einen sicheren Umgang mit Feuer im Wald

1. Lokale Feuerverbote vorab prüfen

Vor einem Ausflug mit Feuerstelle unbedingt die geltenden Regeln der Gemeinde und des Kantons prüfen. Auch bei mässiger Waldbrandgefahr können örtliche Einschränkungen bestehen.

2. Bei Wind auf Feuer verzichten

Starke oder böige Winde können Funken forttragen und ein Feuer rasch anfachen. Unter solchen Bedingungen sollte im Freien kein Feuer entfacht werden.

3. Feste Feuerstellen bevorzugen

Wenn Feuern erlaubt ist, sollten dafür vorgesehene Feuerstellen genutzt werden. Feuer auf trockenem Laub, Waldboden oder in unmittelbarer Nähe brennbarer Materialien ist besonders riskant.

4. Feuer nie unbeaufsichtigt lassen

Auch kleine Grill- und Lagerfeuer müssen ständig überwacht werden. Entstehender Funkenflug sollte sofort unterbunden beziehungsweise gelöscht werden.

5. Glut vollständig löschen

Die Feuerstelle erst verlassen, wenn das Feuer und die Glut vollständig gelöscht sind. Vermeintlich erloschene Glut kann bei Wind erneut aufflammen.

6. Keine Zigaretten oder Zündhölzer wegwerfen

Brennende Zigarettenstummel und Zündhölzer gehören niemals auf den Waldboden oder an den Strassenrand.

Warum ein paar Regentage nicht automatisch ausreichen

Bei länger anhaltender Trockenheit können tiefere Bodenschichten und trockenes Holz weiterhin wenig Feuchtigkeit enthalten, obwohl die oberste Schicht nach Regenfällen nass wirkt.

Wie nachhaltig Niederschläge die Waldbrandgefahr senken, hängt unter anderem von Regenmenge, Temperatur, Wind und der vorherigen Trockenheit ab.

Laub und andere feine Materialien am Waldboden reagieren besonders rasch auf Wetteränderungen. Deshalb kann sich die Gefahrenlage auch nach einer zwischenzeitlichen Entspannung wieder verändern.

Was tun, wenn im Wald Rauch oder Feuer entdeckt wird?

Wer einen Waldbrand entdeckt, sollte sofort die Feuerwehr über die Notrufnummer 118 alarmieren. Wichtig sind möglichst genaue Angaben zum Standort und zur Ausbreitung des Feuers.

Gefährdete Personen sollten gewarnt werden, ohne sich selbst in Gefahr zu bringen. Die Brandbekämpfung ist grundsätzlich Sache der Feuerwehr und der zuständigen Fachkräfte.

Merke: Eine niedrigere Gefahrenstufe bedeutet eine Entspannung der Lage, ersetzt aber niemals den sorgfältigen Umgang mit offenem Feuer.

 

Quelle: Kanton Aargau / Polizei.news
Bildquelle: Symbolbild © Katarinanh/Shutterstock.com






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