Monte Ceneri TI: SBB und Einsatzkräfte üben eines der schlimmsten Tunnelszenarien
In der vergangenen Nacht haben die SBB, die Kantonspolizei und die Tessiner Einsatzkräfte im Monte-Ceneri-Basistunnel eine Rettungsübung durchgeführt.
An der Übung nahmen rund fünfzig Statisten und hundert Rettungskräfte teil, mit dem Ziel, Alarmierung, Evakuierung, Rettung und Zusammenarbeit zu testen. Die erste Bilanz fällt für alle Partner positiv aus.
Die SBB, die Kantonspolizei und die Einsatzkräfte ziehen eine erste positive Bilanz der gross angelegten Rettungsübung, die in der vergangenen Nacht im Monte-Ceneri-Basistunnel stattgefunden hat. Ziel der Veranstaltung war es, die Alarmierung, die Evakuierungs- und Rettungsprozesse sowie die Zusammenarbeit zwischen den beteiligten Kräften zu überprüfen und zu optimieren. Alles verlief reibungslos und führte zu einem vollständig zufriedenstellenden Ergebnis, das dazu beiträgt, die Sicherheit von Reisenden und Mitarbeitenden zu erhöhen.
Rund fünfzig Statisten und hundert Rettungskräfte waren von kurz vor Mitternacht am Samstag, 5. September, bis fünf Uhr morgens am Sonntag, 6. September, während eines geplanten Wartungsfensters im Einsatz – dadurch wurden die Beeinträchtigungen für die Kundschaft begrenzt und gleichzeitig eine möglichst realistische Inszenierung gewährleistet. Simuliert wurde ein Brand aufgrund eines technischen Defekts im Führerstand eines Giruno-Zuges, während dieser den Monte-Ceneri-Basistunnel durchfährt. Die Flammen breiten sich rasch und unbemerkt aus, worauf die Notbremse ausgelöst wird. Aufgrund des Brandes, des dichten Rauchs und der abrupten Bremsung wird die Verletzung mehrerer Personen simuliert.
Test eines der schlimmsten möglichen Szenarien
In der Schweiz ist der Bahnverkehr sehr sicher, und es ist höchst unwahrscheinlich, dass ein Ereignis wie das bei dieser Übung simulierte eintritt. Dank dieses Szenarios konnte jedoch die koordinierte Alarmierung erfolgreich getestet werden, ausgehend vom Zugpersonal über die SBB-Betriebszentrale Süd in Pollegio bis hin zu den Führungen der kantonalen Einsatzkräfte. Auch die Evakuierungs- und Erste-Hilfe-Verfahren wurden erfolgreich getestet. Es wurden Punkte identifiziert, an denen die Abläufe leistungsfähiger gestaltet werden können, und nach einer vertieften Analyse werden diese Prozesse bei Bedarf angepasst.
Ständiges Engagement für die Sicherheit
Für die SBB hat die Sicherheit der Reisenden und des Personals höchste Priorität. Deshalb werden zahlreiche Massnahmen umgesetzt, zu denen auch die Rettungsübungen in den Basistunneln des Monte Ceneri und des Gotthards gehören, die in der Regel alle sechs Jahre stattfinden. Dank dieser Übungen sind die SBB darauf vorbereitet, reale Notfälle zu bewältigen und gemeinsam mit den kantonalen Einsatzkräften schnell, effizient und kompetent zu handeln, zum Nutzen der gesamten Kundschaft.
Quelle: SBB / Kantonspolizei Tessin
Bildquelle: Symbolbild © Kantonspolizei Tessin
