Freiburg: Telefonbetrüger täuschen Opfer mit echter Polizeinummer & schlagen mehrfach zu
Seit Freitag, dem 15. Mai 2026, hat die Kantonspolizei Freiburg rund 30 Fälle von Betrug durch falsche Polizisten registriert.
Besonders beunruhigend ist, dass die Betrüger die offizielle Nummer der Einsatz- und Alarmzentrale (026 347 01 17) missbrauchen, um ihre Opfer zu täuschen.
Die Kantonspolizei Freiburg ruft angesichts der zunehmenden Fälle von „Betrug durch falsche Polizisten oder Bankangestellte“ im gesamten Kanton sowie in der Westschweiz zu grösster Wachsamkeit auf.
Innerhalb weniger Tage wurden 25 Versuche und drei erfolgreiche Betrugsfälle gemeldet, wobei sich der Gesamtschaden auf rund 10’000 Franken sowie Schmuck beläuft.
Um das Vertrauen ihrer Opfer zu gewinnen, wenden die Betrüger eine „Spoofing“-Technik an: Auf dem Display des Telefons der potenziellen Opfer wird die echte Nummer der Polizei (026 347 01 17) angezeigt.
Festnahme eines mutmasslichen Täters
Am Samstag, dem 16. Mai 2026, wurde nach der Meldung neuer Fälle im Süden des Kantons eine Fahndungsaktion eingeleitet.
Bei einer gezielten Verkehrskontrolle in Bulle drängte sich ein verdächtiges Fahrzeug vor, um auf die Autobahn A12 in Richtung Bern zu fahren.
Der Fahrer weigerte sich, den Anweisungen Folge zu leisten, ging dabei erhebliche Risiken ein und gefährdete andere Verkehrsteilnehmer, bevor er in der Region Flamatt aus dem Blickfeld geriet.
Gegen 22.00 Uhr wurde dasselbe Fahrzeug von einer Streife gesichtet, als es erneut auf der A12 unterwegs war, diesmal in Richtung Lausanne.
Der Flüchtige fuhr mit hoher Geschwindigkeit, um den Polizeikräften zu entkommen, und konnte schliesslich dank der engen Zusammenarbeit mit der Kantonspolizei Waadt in Saint-Saphorin (VD) ohne Zwischenfälle gestoppt werden.
Der Mann, ein 26-jähriger italienischer Staatsangehöriger, steht im Verdacht, an den oben genannten Betrugsdelikten beteiligt gewesen zu sein.
Er wurde auf Anordnung der Freiburger Staatsanwaltschaft in Untersuchungshaft genommen.
Die Ermittlungen dauern an.
Vorbeugung ist nach wie vor die beste Waffe
Es ist von entscheidender Bedeutung, darüber zu sprechen und die folgenden Empfehlungen weit zu verbreiten, insbesondere unter älteren Menschen:
- Die Polizei fordert Sie niemals auf, Geld zu übergeben oder persönliche Wertsachen in Verwahrung zu geben.
- Vertrauen Sie nicht der auf Ihrem Bildschirm angezeigten Nummer – sie könnte gefälscht sein.
- Lassen Sie sich niemals unter Druck setzen, weder am Telefon noch an Ihrer Haustür.
- Geben Sie niemals Bargeld, Bankkarten oder Schmuck an Fremde weiter.
- Geben Sie niemals Ihre Passwörter oder Bankdaten an Dritte weiter.
- Im Zweifelsfall oder bei verdächtigen Anfragen legen Sie auf und wählen Sie die 117!
Quelle: Kantonspolizei Freiburg
Bildquelle: Kantonspolizei Freiburg
