Spiez BE: Autobahn-Werkhof wird komplett neu gebaut – Baustart frühestens ab 2030 geplant

Der Autobahnwerkhof Gesigen an der A6 zwischen Thun und Spiez soll durch einen Neubau ersetzt werden.

Der Neubau soll hohen architektonischen und landschaftlichen Ansprüchen und den Anforderungen der heutigen sowie der künftigen betrieblichen Abläufe entsprechen.

Um die hohen Ansprüche zu erfüllen, hat das ASTRA einen Studienauftrag durchgeführt. Mit dem siegreichen Planungsteam unter der Leitung von Büro B Architekten in Bern wird nun der Neubau im Detail geplant.

Der Autobahnwerkhof Gesigen an der A6 zwischen Thun und Spiez beheimatet den Stützpunk der Gebietseinheit für den Betrieb und Unterhalt der Nationalstrassen in diesem Abschnitt.

Zudem ist die Kantonspolizei Bern und der Rettungsdienst der Spital STS AG in den Räumlichkeiten eingemietet. Die Anlage stammt grösstenteils aus den 1960er und 1970er-Jahren und viele Bauteile haben ihr Lebensende erreicht oder werden es bald erreichen.

Um die Infrastruktur zu erneuern und die betrieblichen Abläufe den heutigen sowie den künftigen Anforderungen auszurichten, hat sich das Bundesamt für Strassen ASTRA entschieden, einen vollständigen Neubau des Werkhofs zu verfolgen.

Der Neubau soll eine hohe architektonische Qualität aufweisen, sich gut in das Landschaftsbild einbetten und den Anforderungen der Nachhaltigkeitsdimensionen Umwelt, Gesellschaft und Wirtschaft Rechnung tragen.



Um diese hohen und vielseitigen Anforderungen zu erfüllen, hat sich das ASTRA entschieden, einen Studienauftrag durchzuführen. Aus sechzehn Eingaben haben sich die vier am besten bewerteten für den Studienauftrag qualifiziert. Die vier Planungsteams haben in der zweiten Hälfte 2025 ihre Projektstudien erarbeitet. Das Beurteilungsgremium, bestehend aus Vertretern des ASTRA, der Gemeindepräsidentin der Standortgemeinde Spiez sowie verschiedenen fachlichen Experten haben die Studien nach vorher festgelegten Kriterien umfassend beurteilt und eine Gesamtwertung vorgenommen.

Bei der Beurteilung wurde auf Kriterien wie architektonisches Gesamtkonzept, die Organisation des Areals und optimale betriebliche Abläufe, die Erfüllbarkeit des Minergie-P-Eco-Standards für den Büroteil, die gesamtheitliche Betrachtung des Lebenszyklus in Bezug auf Umweltauswirkungen, Beiträge zur Biodiversität und zum Mikroklima sowie auf wirtschaftliche Kriterien wie das Kosten-Nutzen-Verhältnis geachtet.

Die Projektstudie des Planungsteams unter der Leitung von Büro B Architekten AG in Bern wurde als Siegerprojekt erkoren. Die Projektstudie überzeugt ein innovatives Erschliessungs- und Nutzungskonzept, das den heutigen und künftigen Anforderungen des Autobahnwerkhofs und des Polizeistützpunktes gerecht wird. Mit Bäumen, Hecken und Wiesen wird die ökologische Vielfalt und Vernetzung in diesem Gebiet gefördert und ein sanfter Übergang erreicht. Eine grosse PV-Anlage, ein durchdachtes Lüftungs- und Gebäudetechnikkonzept sowie eine nachhaltige Holzbauweise leisten einen Beitrag zur Nachhaltigkeit des Baus.

Mit dem siegreichen Planungsteam wird nun der Neubau im Detail geplant. Gemäss heutigem Stand werden die Arbeiten zum Neubau des Werkhofs Gesigen nicht vor 2030 beginnen.

 

Quelle: Bundesamt für Strassen ASTRA
Bildquelle: Bundesamt für Strassen ASTRA






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