Überladene Fahrzeuge und Polizeikontrollen: Was Autofahrer und Chauffeure wissen müssen
Ob Personenwagen, Lieferwagen oder Lastwagen: Jedes Fahrzeug darf nur innerhalb der zulässigen Gewichtsgrenzen betrieben werden. Zusätzlich muss die transportierte Ladung korrekt gesichert sein. Überladung und unzureichende Ladungssicherung können die Fahreigenschaften verschlechtern und andere Verkehrsteilnehmende gefährden.
1. Gesamtgewicht und Achslasten beachten
Für Motorfahrzeuge gelten zulässige Gewichte, die unter anderem im Fahrzeugausweis und in den technischen Fahrzeugdaten festgelegt sind.
Entscheidend ist nicht nur das Gesamtgewicht. Auch die zulässigen Achslasten dürfen nicht überschritten werden. Eine ungünstige Gewichtsverteilung kann dazu führen, dass eine einzelne Achse überlastet ist, obwohl das gesamte Fahrzeuggewicht noch innerhalb der erlaubten Grenze liegt.
2. Ladung gegen Verrutschen und Herabfallen sichern
Transportierte Gegenstände müssen so verstaut werden, dass sie bei normalen Fahrmanövern, Bremsungen und Ausweichbewegungen nicht gefährlich verrutschen oder herunterfallen können.
Je nach Transportgut eignen sich Zurrgurte, geeignete Befestigungspunkte, Antirutschmatten oder andere Sicherungsmittel. Besonders schwere Gegenstände gehören möglichst tief und entsprechend den Vorgaben des Fahrzeugherstellers positioniert.
3. Auch Personenwagen können überladen sein
Überladung betrifft nicht ausschliesslich schwere Nutzfahrzeuge. Auch bei Ferienfahrten, Umzügen oder beim Transport von Baumaterial kann das zulässige Gesamtgewicht eines Personenwagens überschritten werden.
Berücksichtigen Sie neben dem Gepäck auch das Gewicht der mitfahrenden Personen und des zusätzlich montierten Zubehörs. Dachträger, Dachboxen und Veloträger müssen ebenfalls innerhalb der vorgesehenen Belastungsgrenzen verwendet werden.
4. Warum Überladung den Bremsweg beeinflussen kann
Zu hohe Lasten können Fahrwerk, Reifen und Bremsanlage stärker beanspruchen. Zudem können sich Lenkverhalten, Kurvenstabilität und Bremsverhalten eines Fahrzeugs verändern.
Deshalb müssen Fahrzeuglenkende die vorgesehenen Gewichtsgrenzen einhalten und die Geschwindigkeit an Fahrzeugbeladung, Strassenverhältnisse und Verkehrssituation anpassen.
5. Schwerverkehrskontrollen dienen mehreren Sicherheitszielen
Bei Kontrollen des Schwerverkehrs können verschiedene Aspekte überprüft werden. Dazu gehören je nach Zuständigkeit und Kontrollschwerpunkt technische Vorschriften, Fahrzeuggewichte, Ladungssicherung und die Einhaltung weiterer gesetzlicher Bestimmungen.
Auch Dokumente sowie die vorgeschriebenen Lenk- und Ruhezeiten können bei entsprechenden Kontrollen relevant sein. Die konkreten Prüfungen richten sich nach Fahrzeugart, Transport und den gesetzlichen Kompetenzen der Kontrollbehörden.
6. So bereiten Sie Ihr Fahrzeug auf eine längere Fahrt vor
Eine kurze Kontrolle vor Fahrtantritt hilft, offensichtliche Sicherheitsmängel frühzeitig zu erkennen.
Prüfen Sie den Reifendruck entsprechend der Beladung, kontrollieren Sie die Ladungssicherung und stellen Sie sicher, dass Beleuchtung, Kontrollschilder und Sichtfelder nicht durch transportierte Gegenstände verdeckt sind. Bei grossen oder schweren Transporten sollten die zulässigen Lasten vorab anhand der Fahrzeugunterlagen überprüft werden.
Gut zu wissen: Das zulässige Gesamtgewicht eines Fahrzeugs und seine tatsächliche Beladung sind zwei unterschiedliche Grössen. Das tatsächliche Gewicht umfasst das Fahrzeug samt mitgeführten Personen, Ladung und Ausrüstung. Auch bei einem scheinbar kleinen Transport kann die erlaubte Nutzlast überschritten werden.
Praktischer Tipp: Wenn Sie schwere Gegenstände transportieren, prüfen Sie vor dem Beladen die im Fahrzeugausweis angegebene Gewichtsgrenze. Verteilen Sie die Ladung gleichmässig und sichern Sie sie so, dass sie auch bei einer starken Bremsung an ihrem Platz bleibt.
Weitere Informationen: Meldungen zu Autobahnen und Verkehrskontrollen im Kanton Thurgau finden Sie bei Autobahn-News – Thurgau.