Gotthardpass ab Donnerstag dicht: Drei von fünf Alpenpässen fallen in Wintersperre

(Gotthardpass UR). Das Bundesamt für Strassen ASTRA teilt mit, dass am Gotthardpass zwischen Hospental und Airolo am Donnerstag, dem 5. November 2026, um 08.00 Uhr, die Wintersperre verhängt wird.

Bereits seit Montag, 2. November 2026, nicht mehr passierbar sind der Wander- und Veloweg in der Schöllenen.

Polizei.news | Schweiz | Täglich aktuell

Das Wichtigste auf einen Blick

  • Gotthardpass: Wintersperre ab Donnerstag, 5. November 2026, um 08.00 Uhr.
  • Gesperrter Abschnitt: Zwischen Hospental und Airolo.
  • Sustenpass: Bereits in der Wintersperre.
  • Furkapass: Bereits in der Wintersperre.
  • Oberalppass: Bis auf Weiteres normal befahrbar.
  • Klausenpass: Bis auf Weiteres normal befahrbar.
  • Schöllenen: Wander- und Veloweg seit Montag, 2. November 2026, nicht mehr passierbar.
  • Bilanz: Drei der fünf Urner Alpenpässe sind ab Donnerstag in der Wintersperre.
  • Empfehlung: Vor jeder Passfahrt die aktuellen Strasseninformationen des Kantons Uri prüfen.

Drei der fünf Urner Alpenpässe in der Wintersperre

Damit sind mit dem Gotthard-, Susten- und Furkapass drei der fünf Urner Alpenpässe geschlossen. Der Oberalppass und der Klausenpass sind bis auf Weiteres normal befahrbar.

Vor jeder Passfahrt aktuellen Strassenzustand prüfen

Um sicher zu gehen, empfiehlt die Baudirektion Uri, vor jeder Passfahrt den aktuellen Strassenzustand unter www.ur.ch/strasseninfos abzurufen.

 

Quelle: Bundesamt für Strassen ASTRA / Baudirektion Uri
Bildquelle: Symbolbild © Nick Fox/Shutterstock.com


Polizei.news informiert | Sicher unterwegs im Alpenwinter

Wintersperren auf Alpenpässen: Was Autofahrer jetzt wissen sollten

Schweizer Alpenpässe sind besonders im Herbst und Winter anspruchsvolle Verkehrswege. Schnee, Eis, tiefe Temperaturen und rasch wechselnde Wetterverhältnisse können dazu führen, dass Passstrassen zeitweise oder während der gesamten Wintersaison geschlossen werden. Mit einer sorgfältigen Reiseplanung lassen sich unnötige Umwege und gefährliche Situationen vermeiden.

1. Eine offene Passstrasse ist nicht automatisch schneefrei

Auch wenn ein Alpenpass offiziell befahrbar ist, können auf einzelnen Abschnitten Schnee, Eis oder nasse Fahrbahnen auftreten. Besonders schattige Kurven und höher gelegene Streckenabschnitte können deutlich kälter sein als das Tal.

Passen Sie Geschwindigkeit und Abstand den tatsächlichen Verhältnissen an. Beachten Sie zusätzliche Hinweise zur Winterausrüstung sowie die Signalisation vor Ort.

2. Winterreifen frühzeitig kontrollieren

Winterreifen sind für tiefe Temperaturen und winterliche Fahrbahnverhältnisse ausgelegt. Entscheidend sind neben dem passenden Reifentyp auch die Profiltiefe, der Zustand und der korrekte Luftdruck.

In der Schweiz besteht keine allgemeine gesetzliche Winterreifenpflicht. Fahrzeuglenkende müssen ihr Fahrzeug aber jederzeit sicher beherrschen können. Eine ungeeignete Bereifung kann bei einem Unfall rechtliche und versicherungsbezogene Folgen haben.

3. Schneeketten: Signalisation und Fahrzeugvorgaben beachten

Auf bestimmten Bergstrassen können Schneeketten vorgeschrieben werden. Die entsprechende Signalisation ist verbindlich, auch für Fahrzeuge mit Allradantrieb, soweit keine ausdrücklich signalisierte Ausnahme gilt.

Informieren Sie sich vor der Fahrt, welche Schneeketten für Ihr Fahrzeug und Ihre Reifengrösse geeignet sind. Wer das Montieren bereits zu Hause übt, ist bei winterlichen Bedingungen besser vorbereitet.

4. Wintersperren niemals eigenmächtig umfahren

Eine gesperrte Passstrasse darf nicht befahren werden. Schneeverwehungen, Lawinengefahr, vereiste Stellen oder fehlender Winterdienst können erhebliche Risiken darstellen.

Verlassen Sie sich nicht allein auf das Navigationsgerät. Digitale Routenführungen können veraltete Angaben enthalten. Massgebend sind die behördlichen Strasseninformationen und die aktuelle Signalisation.

5. Alternativroute bereits vor der Abfahrt festlegen

Wer eine Fahrt über die Alpen plant, sollte immer auch eine mögliche Ausweichroute prüfen. Eine Passsperre kann die Fahrstrecke und die Reisezeit erheblich verändern.

Kontrollieren Sie vor der Abfahrt, ob Ihre geplante Strecke tatsächlich geöffnet ist und ob auf der Alternative besondere Einschränkungen gelten. Berücksichtigen Sie mögliche Wartezeiten und planen Sie genügend Reserven ein.

6. Für längere Fahrten im Winter vorbereitet sein

Ein längerer Stau oder eine unvorhergesehene Unterbrechung kann bei tiefen Temperaturen besonders unangenehm werden.

Nehmen Sie warme Kleidung, ausreichend Getränke, ein geladenes Mobiltelefon und bei Bedarf eine Powerbank mit. Prüfen Sie vor der Abfahrt den Treibstoffstand beziehungsweise den Ladestand Ihres Elektroautos. Halten Sie auch eine Eiskratze und geeignete Hilfsmittel für die winterliche Fahrzeugpflege bereit.

Gut zu wissen: Wintersperren beginnen nicht an jedem Alpenpass am gleichen Datum. Die zuständigen Behörden entscheiden anhand der örtlichen Verhältnisse, wann ein Pass geschlossen oder im Frühling wieder freigegeben wird. Auch kurzfristige Sperrungen sind möglich.

Praktischer Tipp: Prüfen Sie am Vorabend und nochmals unmittelbar vor der Abfahrt den Status Ihrer Passroute. Speichern Sie zusätzlich eine geeignete Alternativstrecke. So können Sie bei kurzfristigen Änderungen schneller reagieren.

Weitere Informationen: Hinweise zu aktuellen Strassensperrungen, Behinderungen und zur Verkehrslage finden Sie auf Verkehrsmeldungen Schweiz.


 

Quelle Infobox: Polizei.news-Redaktion






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