56 Millionen für den Bahnhofsumbau: Längere Perrons, breitere Zugänge und neue Weichen

(Coppet VD). Die öffentliche Auflage des Modernisierungsprojekts für den Bahnhof Coppet der SBB findet von Mittwoch, 28. Oktober, bis Donnerstag, 26. November 2026, statt. Das Projekt soll den Komfort, die Sicherheit und die Servicequalität für die Reisenden verbessern und gleichzeitig den wachsenden Mobilitätsbedürfnissen auf der Strecke Lausanne–Genf-Flughafen Rechnung tragen.

Seit der Inbetriebnahme des Léman Express im Dezember 2019 hat sich die Bedeutung des Bahnhofs Coppet grundlegend verändert. Er wurde zum Endbahnhof eines der grössten grenzüberschreitenden Bahnnetze Europas. Der einst einfache Haltepunkt ist heute ein wichtiger Knotenpunkt zwischen dem Regionalverkehr und den Fernverkehrsverbindungen (RE33). Mit dieser Entwicklung ist auch die Zahl der Reisenden stark gestiegen: Innerhalb von 15 Jahren hat sich das Passagieraufkommen am Bahnhof Coppet mehr als verdoppelt. Heute nutzen rund 8’900 Reisende täglich den Bahnhof.

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Das Wichtigste auf einen Blick

  • Projekt: Modernisierung des Bahnhofs Coppet im Kanton Waadt.
  • Investition: Rund 56 Millionen Franken.
  • Öffentliche Auflage: 28. Oktober bis 26. November 2026.
  • Geplante Bauzeit: 2029 bis 2031, sofern die Baubewilligung erteilt wird.
  • Reisende: Rund 8’900 Personen täglich; mehr als doppelt so viele wie vor 15 Jahren.
  • Perron 1: Verlängerung auf 235 Meter für künftige längere Léman-Express-Züge.
  • Weitere Arbeiten: Breitere Bahnhofszugänge, grösserer Mittelperron und erweiterte Unterführung.
  • Gleisnetz: Neue Weichen auf der Genfer Seite zur Verkürzung des eingleisigen Abschnitts zwischen Coppet und Versoix.
  • Ziel: Mehr Kapazität, Sicherheit und Komfort auf der Strecke Lausanne–Genf-Flughafen.

Bahnhofsinfrastruktur für mehr Reisende ausbauen

Um diesem Wachstum gerecht zu werden und den Reisenden einen angenehmeren Aufenthalt am Bahnhof zu ermöglichen, soll die Infrastruktur angepasst werden. Vorgesehen sind insbesondere folgende Massnahmen:

  • Verbreiterung der Bahnhofszugänge, um die Personenströme und den Zugang zu den Perrons zu erleichtern;
  • Vergrösserung des Mittelperrons und der Unterführung, um die Sicherheit der Reisenden zu verbessern;
  • Verlängerung von Perron 1 auf 235 Meter, damit künftig längere Züge des Léman Express verkehren können;
  • Einbau neuer Weichen auf der Genfer Seite, um den eingleisigen Streckenabschnitt zwischen Coppet und Versoix zu verkürzen und den Bahnverkehr in diesem Bereich zu erleichtern.

Visualisierung mit sämtlichen geplanten Massnahmen zur Modernisierung des Bahnhofs Coppet.




56 Millionen Franken für den Umbau von 2029 bis 2031

Die öffentliche Auflage ist von Mittwoch, 28. Oktober, bis Donnerstag, 26. November 2026, vorgesehen. Nach Erteilung der Baubewilligung planen die SBB, die Bauarbeiten zwischen 2029 und 2031 durchzuführen. Die Kosten werden auf 56 Millionen Franken geschätzt.

Wichtiger Ausbau für die Strecke Lausanne–Genf-Flughafen

Der Ausbau der Strecke Lausanne–Genf-Flughafen wird seit mehr als 15 Jahren vom Bund sowie von den Kantonen Waadt und Genf vorangetrieben. Ziel ist es, die Kapazität zu erhöhen, mehr Züge verkehren zu lassen, die Stabilität des Bahnbetriebs zu verbessern und dem wachsenden Mobilitätsbedarf gerecht zu werden.

Eine Reihe von Verbesserungen wurde bereits umgesetzt und ist in Betrieb. Dazu gehören die Inbetriebnahme des Léman Express, das Überholgleis in Founex, der Bahnhof Renens sowie das Überwerfungsbauwerk und das vierte Gleis zwischen Lausanne und Renens.

Weitere grosse Ausbauprojekte laufen derzeit, insbesondere an den Bahnhöfen Genf und Lausanne. Die Modernisierung des Bahnhofs Coppet ist Teil dieser übergeordneten Entwicklung.

 

Quelle: Schweizerische Bundesbahnen (SBB)
Bildquellen: Bild 1: SevenMaps/Shutterstock.com; Bild 2: Projektvisualisierung © SBB (bearbeitet mit KI)


Polizei.news informiert | Sicherheit am Bahnhof

Sicher unterwegs am Bahnhof: Drei Regeln für stressfreies Ein- und Umsteigen

Bahnhöfe sind Verkehrsknotenpunkte, an denen zahlreiche Menschen gleichzeitig unterwegs sind. Besonders zu Stosszeiten können Perrons, Treppen und Unterführungen stark frequentiert sein. Wer auf genügend Zeit, freie Wege und einen sicheren Abstand zur Perronkante achtet, kann gefährliche Situationen vermeiden.

1. Genügend Abstand zur Perronkante halten

Warten Sie hinter den markierten Sicherheitslinien auf den Zug und bleiben Sie aufmerksam, wenn ein Zug einfährt oder durch den Bahnhof fährt. Drängeln Sie nicht in Richtung Gleis und lassen Sie aussteigenden Reisenden genügend Platz. Kinder sollten in Gleisnähe besonders aufmerksam begleitet werden.

2. Treppen und Unterführungen ohne Hektik benutzen

Planen Sie vor dem Umsteigen ausreichend Zeit ein. Rennen auf Treppen, abruptes Stehenbleiben oder das Hantieren mit grossen Gepäckstücken im Gedränge können andere Reisende gefährden. Nutzen Sie nach Möglichkeit die vorgesehenen Lifte und Rampen, wenn Sie mit einem Kinderwagen, schwerem Gepäck oder eingeschränkter Mobilität unterwegs sind.

3. Beim Einsteigen Türen und Personenströme beachten

Lassen Sie zuerst alle Reisenden aussteigen, bevor Sie selbst den Zug betreten. Verteilen Sie sich möglichst gleichmässig entlang des Perrons und halten Sie Durchgänge frei. Versuchen Sie niemals, sich zwischen schliessenden Zugtüren hindurchzudrängen oder einen bereits abfahrenden Zug zu erreichen. Ein verpasster Anschluss ist besser als ein Unfall.

Gut zu wissen: Breite Zugänge, übersichtliche Personenführungen und ausreichend Platz auf Perrons können das Gedränge reduzieren. Für die Sicherheit bleibt jedoch auch das Verhalten jedes einzelnen Reisenden entscheidend.

Reisen mit Kindern: Vereinbaren Sie vor der Abfahrt einen Treffpunkt für den Fall, dass Sie sich im Gedränge aus den Augen verlieren. Kleine Kinder sollten beim Warten und Einsteigen eng begleitet werden.

Praktischer Tipp: Prüfen Sie vor der Reise das Abfahrtsgleis und mögliche Änderungen. Wer seinen Zug rechtzeitig findet, vermeidet unnötige Eile und kann den Bahnsteig sicherer nutzen.


 

Quelle Infobox: Polizei.news-Redaktion






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