Über ein Dutzend Rinder büxen aus und besetzen saftige Wiese – Polizei greift ein

(Herdern TG). Ein ungewöhnlicher Polizeieinsatz mit über einem Dutzend ausgebüxter Rinder sorgte am Morgen in Herdern für eine tierische Überraschung.

Die Tiere hatten sich selbstständig Zugang zu einer üppig bewachsenen Parzelle mitten im Dorf verschafft und waren dort mit Fressen beschäftigt.

Das Wichtigste auf einen Blick

  • Ort: Herdern, Kanton Thurgau
  • Anlass: Über ein Dutzend ausgebüxte Rinder
  • Alarmierung: Passanten meldeten die Tiere
  • Polizeipatrouille: Bodan 635
  • Situation: Tiere auf einer bewachsenen Parzelle mitten im Dorf
  • Massnahme: Absicherung gegenüber der angrenzenden Strasse mit Polizeiband
  • Weiteres Vorgehen: Tierhalter bereitete die Rückführung auf die eigene Weide vor

Über ein Dutzend Rinder auf einer Wiese entdeckt

Mit den Worten „Obacht Sperrzone Vorbildliche Rinder in Herdern“ berichtet die Kantonspolizei Thurgau auf Facebook von einem ungewöhnlichen Einsatz.

Wie vielfältig so ein polizeiliches Absperrband genutzt werden kann, zeigte sich heute Morgen bei einem tierischen Einsatz. Nach einer Meldung von Passanten wegen ausgebüxter Rinder fand die Besatzung von Bodan 635 über ein Dutzend Tiere schmausend vor. Diese hatten sich zuvor unbefugt Zutritt zu einer saftig bewachsenen Parzelle mitten im Dorf verschafft.



Polizei schützt Tiere mit Absperrband

Unsere Einsatzkräfte schützten die Tiere mittels Absperrband vor der angrenzenden Strasse (und umgekehrt), ehe der Tierhalter für den Abtransport zur eigenen Weide parat war.

Die Absperrung wurde von allen Beteiligten ohne Widerrede eingehalten. Vorbildlich – Absperrungen haben immer einen Grund

Polizei.news informiert | Tiere auf der Strasse

Ausgebüxte Rinder entdeckt? So helfen Sie, ohne die Tiere zu gefährden

Rinder wirken häufig ruhig, können bei Stress oder Erschrecken aber unvermittelt reagieren. Besonders in der Nähe von Strassen ist deshalb besonnenes Verhalten wichtig.

1. Abstand halten: Nähern Sie sich den Tieren nicht unnötig. Versuchen Sie nicht, eine fremde Herde eigenständig einzufangen oder zurückzutreiben.

2. Nicht hupen: Sind Rinder auf oder unmittelbar neben einer Strasse, reduzieren Sie die Geschwindigkeit und vermeiden Sie laute Signale. Erschreckte Tiere können unberechenbar reagieren.

3. Hunde fernhalten: Halten Sie Ihren Hund an der kurzen Leine und verlassen Sie den Gefahrenbereich mit genügend Abstand.

4. Polizei verständigen: Wenn Tiere auf die Fahrbahn geraten könnten oder eine unmittelbare Gefahr besteht, melden Sie den Standort über die Polizeinotrufnummer 117.

Dürfen Rinder überhaupt frei auf der Strasse stehen?

Gemäss Beitrag 50 des Schweizer Strassenverkehrsgesetzes darf Vieh ausser in signalisierten Weidegebieten nicht unbewacht auf die Strasse gelassen werden. Viehherden müssen von genügend Treibern begleitet sein.

Der Schweizer Tierschutz STS empfiehlt Fahrzeuglenkern, bei Viehherden anzuhalten und erst mit genügend Abstand sowie geringer Geschwindigkeit weiterzufahren. Auf Hupen sollte verzichtet werden.

Gut zu wissen: Absperrungen dienen nicht nur dazu, Menschen fernzuhalten. Wie dieser Einsatz zeigt, können sie auch helfen, Tiere vor Verkehrsgefahren zu schützen.

 

Quelle: Kantonspolizei Thurgau / Polizei.news
Bildquelle: Kantonspolizei Thurgau






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