Wetter am Donnerstag, 08.10.2026: Kaltfront bringt Regen, Wind und sogar Schnee
Am Donnerstag zieht ein Tief vom Nordmeer nach Südskandinavien und steuert eine aktive Kaltfront über den Alpenraum hinweg ostwärts.
Am Freitag wird die Feuchtigkeit zunächst noch am Alpennordhang gestaut, sonst fliesst allmählich wieder trockenere Luft zur Schweiz. Am Samstag erfasst aus Westen eine weitere Störung die Alpennordseite.
Wetterprognose für die Deutschschweiz, Nord- und Mittelbünden
In den östlichen Landesteilen am Morgen noch trocken und letzte föhnige Aufhellungen möglich. Sonst stark bewölkt und zeitweise, am Alpennordhang länger anhaltender Niederschlag. Schneefallgrenze von 2700 Metern bis am Abend gegen 1800 Meter sinkend.
In den Niederungen Temperatur von 16 bis am Abend allmählich auf 11 Grad sinkend. Im Laufe des Vormittags kräftig auffrischender West- bis Nordwestwind. In den Bergen mässiger bis starker West- bis Südwestwind, im Tagesverlauf auf Nordwest drehend. Temperatur auf 2000 Metern von 7 bis am Abend gegen 0 Grad sinkend. Oberhalb von 2500 Metern am Alpennordhang bis am Freitagmorgen 20 bis 30, lokal bis 40 cm Neuschnee.
Wetterprognose für die Westschweiz und das Wallis
Bedeckt und häufig Niederschlag, gebietsweise ergiebig, insbesondere entlang der Voralpen, Schneefallgrenze bis zum Abend allmählich von 2600 Metern auf 1800 Meter, lokal sogar auf rund 1500 Meter sinkend.
In den Niederungen Temperatur von 15 Grad am Vormittag bis am Abend auf 11 Grad sinkend. Zunächst mässiger Südwest-, am Nachmittag Nordwestwind, ab der Mittagszeit ist am Jurasüdfuss böiger Joran möglich. In den Bergen am Vormittag mässiger bis starker Südwestwind, am Nachmittag auf Nordwest drehend. Temperatur auf 2000 Metern von 6 bis am Abend auf 0 Grad sinkend. Bis am Freitagmorgen oberhalb von 2500 Metern 10 bis 30 cm Neuschnee.
Wetterprognose für die Alpensüdseite und das Engadin
Auf der Alpensüdseite bedeckt und neblig-trüb, am Vormittag häufig Niederschläge, nachmittags vereinzelte Schauer. Im Südtessin Gewitter möglich. Gegen Abend zunehmend Aufhellungen. Im Engadin stark bewölkt und einige Niederschläge, Schneefallgrenze in der Nacht auf Freitag auf 1900 Meter sinkend.
In den Niederungen Temperatur ganztags zwischen 14 und 17 Grad schwankend, Höchstwerte im Oberengadin bei rund 11 Grad. Am Nachmittag in den Alpentälern mässiger bis starker Nordwind, am Abend zeitweise bis in die Niederungen vorstossend. In den Bergen zuerst mässiger Südwind, ab dem Nachmittag mässiger bis starker Nordwind. Temperatur auf 2000 Metern von 6 bis zum Abend auf 3 Grad sinkend. Berge häufig im Nebel. Im Engadin in der Nacht zum Freitag oberhalb von 2200 Metern bis zu 5 cm Neuschnee.
Wettertipps: Darauf sollten Sie heute achten
- Vorsicht bei kräftigen Windböen: Lose Gegenstände auf Balkonen und Terrassen sichern. Besonders am Jurasüdfuss kann der Joran plötzlich stark auffrischen.
- Mehr Bremsweg einplanen: Nasse Fahrbahnen und schlechte Sicht erhöhen das Unfallrisiko. Besonders bei starkem Regen Geschwindigkeit reduzieren und genügend Abstand halten.
- Bergtouren kritisch prüfen: Die Schneefallgrenze sinkt regional bis auf 1500 Meter. Oberhalb von 2500 Metern können erhebliche Neuschneemengen fallen. Hochalpine Touren möglichst verschieben.
- Auf rasche Abkühlung einstellen: Die Temperaturen gehen im Tagesverlauf deutlich zurück. Eine wind- und wasserdichte Jacke sowie zusätzliche Kleidung sind heute sinnvoll.
- Vorsicht an Bächen und steilen Hängen: Länger anhaltender Niederschlag kann kleinere Gewässer anschwellen lassen und lokal Steinschlag oder Hangrutschungen begünstigen.
- Gewitter im Südtessin beachten: Bei Donner geschützte Gebäude aufsuchen und exponierte Stellen sowie Gewässer meiden.
Besonders wichtig: Der Wetterumschwung erreicht nicht alle Regionen gleichzeitig. Auch nach einem trockenen Morgen können sich die Bedingungen innerhalb weniger Stunden deutlich verschlechtern.
Wenn der Herbst die Berge weiss färbt
Während im Flachland der Regen fällt, verwandelt sich die Bergwelt heute in eine winterliche Landschaft. Der markante Wetterwechsel sorgt dabei für einige spannende Naturphänomene.
- Warum die Schneefallgrenze so rasch sinkt: Hinter der Kaltfront strömt deutlich kühlere Luft in die Schweiz. Dadurch kann Schnee im Verlauf des Tages auch in tieferen Berglagen fallen.
- 30 Zentimeter Neuschnee sind mehr, als man denkt: Frischer Schnee enthält viel Luft. Wie viel Wasser darin steckt, hängt stark von seiner Temperatur und Feuchtigkeit ab. Deshalb lassen sich Schneehöhen nicht einfach in Regenmengen umrechnen.
- Ein faszinierendes Schauspiel: Wenn sich die Wolken nach dem Niederschlag öffnen, können frisch verschneite Gipfel über noch grünen Tälern sichtbar werden. Gerade im Oktober entstehen dadurch besonders reizvolle Herbstkontraste.
- Warum es sich kälter anfühlt: Wind beschleunigt den Wärmeverlust des Körpers. Bei 11 Grad und kräftigem Wind kann es sich daher wesentlich kühler anfühlen, als das Thermometer vermuten lässt.
- Ein Blick in die Natur: Regen und Wind lösen im Herbst häufig bereits verfärbte Blätter von den Bäumen. Nach dem Durchzug der Front können Wälder und Wege deshalb ganz anders aussehen als am Morgen.
Wer heute vom warmen Wohnzimmer aus die Wolken über den Bergen beobachtet, erlebt den Wechsel der Jahreszeiten besonders eindrucksvoll. Vielleicht zeigt sich zwischen Regen und Wolken sogar für einen kurzen Moment ein frisch verschneiter Gipfel.
Wetterimpressionen vom 07.10.2026
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Quelle: Polizei.news-Redaktion/Meteo Schweiz
Bildquellen: Bild 1: => Meteo Schweiz; sonstige Fotos: => Leserreporter aus der Facebook-Gruppe „Dein Wetter in der Schweiz“
