Kobelwald SG: Erdbeben mit Stärke 6,1 simuliert – Führungsstab trainiert den Ernstfall
Der Regionale Führungsstab Unteres Rheintal hat am Donnerstagabend (10. September 2026) mit der Übung „Abendrot“ den Ernstfall trainiert. Im Zentrum stand ein schweres Erdbebenszenario mit weitreichenden Schäden an Gebäuden, Infrastruktur und einer unübersichtlichen Lage.
Das angenommene Erdbeben ereignete sich am Morgen mit einer Magnitude von 6.1 in der Höhe von Kobelwald.
Das Szenario sah im gesamten Rheintal leichte bis schwere Gebäudeschäden vor. Auch zahlreiche öffentliche Bauten, wie Schulhäuser und Altersheime waren beschädigt.
Die Rheinbrücke Diepoldsau war eingestürzt. Die Rheinbrücke Au–Lustenau war aufgrund des hohen Verkehrsaufkommens ebenfalls stark belastet.
Problemerfassung als Grundlage für die ersten Entscheide
Ein besonderer Schwerpunkt der Übung lag auf der raschen Problemerfassung und der Festlegung von Prioritäten. Der Mitglieder des Führungsstabs mussten die Lage beurteilen, erste Sofortmassnahmen einleiten und die Zusammenarbeit von Feuerwehr, Rettungsdiensten, Zivilschutz und weiteren Partnerorganisationen koordinieren. Gleichzeitig wurden die Information der Bevölkerung, die Einsatzbereitschaft der Notfalltreffpunkte sowie die Bereitstellung von Notunterkünften und die Logistik für externe Hilfskräfte thematisiert.
Klare Prioritäten und fundierte Lagebeurteilung
Mit der Übung „Abendrot“ konnte der Regionale Führungsstab Unteres Rheintal die Zusammenarbeit und die Abläufe für ein ausserordentliches Ereignis trainieren. Die Übung zeigte auf, wie wichtig eine rasche und strukturierte Problemerfassung und eine klare Koordination sind, um unter Zeitdruck die richtigen Prioritäten zu setzen und Sofortmassnahmen einzuleiten.
Denn gerade bei einem grossflächigen Ereignis mit gleichzeitigem Ausfall wichtiger Infrastrukturen ist eine gut koordinierte Führung entscheidend. Mit der Übung „Abendrot“ konnten die bestehenden Abläufe überprüft und wichtige Erkenntnisse für die Bewältigung eines möglichen Ernstfalls gewonnen werden.
Quelle: Regionaler Führungsstab Unteres Rheintal
Bildquelle: Regionaler Führungsstab Unteres Rheintal
