Basel BS: Zwei Hausbesetzer harren weiter auf Dach aus – Polizei versorgt sie mit Wasser
Die Kantonspolizei Basel-Stadt war am gestigen Nachmittag weiterhin im Einsatz aufgrund von zwei Personen, welche sich auf dem Dach der ehemals besetzten Liegenschaften an der Klybeckstrasse aufhielten.
Diese stellten Forderungen an die Polizei, welche sie nicht erfüllen konnte. Ihre Sicherheit und ihr Gesundheitszustand hatten Priorität.
Seit Beginn der Räumung der Liegenschaften an der Klybeckstrasse 229 hielten sich zwei Hausbesetzer, ein Mann und eine Frau, auf dem Dach eines der Liegenschaften auf.
Die beiden Besetzer waren aus freiem Willen auf dem Dach und weigerten sich, herunterzukommen. Sie verlangten seit Beginn der Räumung freies Geleit und Straffreiheit.
Sie bestanden darauf, dass von einer Auferlegung der Kosten auf sie abgesehen wird, ausserdem wollten sie nicht, dass ihre Personalien kontrolliert werden.
Auf diese Forderungen konnte die Kantonspolizei nicht eingehen, ohne ihren gesetzlichen Auftrag zu verletzen.
Beide hatten im regelmässig stattfindenden Kontakt mit der Polizei mehrfach geäussert, dass sie sich bei der Polizei melden würden, sobald sie medizinische Hilfe benötigten.
Diese Hilfe wurde jedoch abgelehnt und nicht in Anspruch genommen. Die beiden Personen wurden von der Polizei aktiv mit Wasser versorgt.
Eine direkte Intervention, um die beiden Personen unter Zwang vom Dach zu holen, war aufgrund der Örtlichkeit und der Reaktion der Personen auf die Einsatzkräfte zu gefährlich.
Die Kantonspolizei handelte darum weiter mit der nötigen Zurückhaltung und unter Wahrung der Verhältnismässigkeit, um die Situation auf dem Dach zu bewältigen und eine weitere Eskalation zu verhindern.
Im Gespräch mit der Verhandlungsgruppe der Kantonspolizei akzeptierten die beiden Besetzer schliesslich die Modalitäten der Polizei. Nach einer Personenkontrolle wurden die Besetzer vor Ort aus der Kontrolle entlassen.
Die Kantonspolizei hat an die Staatsanwaltschaft Basel-Stadt entsprechend rapportiert.
Quelle: Kantonspolizei Basel-Stadt
Bildquelle: Kantonspolizei Basel-Stadt
