St.Gallen SG: Fanmassen feiern Cupsieg – Mann stürzt zwischen Zug und Perron

Nach dem Cupsieg des FC St.Gallen 1879 versammelten sich am Sonntagabend (24.05.2026) mehrere zehntausend Personen in der St.Galler Innenstadt.

Trotz des grossen Personenaufkommens verliefen die Feierlichkeiten grösstenteils friedlich. Die Stadtpolizei St.Gallen musste vereinzelt intervenieren, zieht aber insgesamt eine positive Bilanz.

Am Sonntag spielte der FC St.Gallen 1879 im Cupfinal gegen den FC Stade Lausanne-Ouchy. Das Spiel fand im Berner Wankdorfstadion statt. In der St.Galler Innenstadt wurde das Spiel in diversen Gastrolokalen sowie im Bereich Marktplatz/Bohl übertragen. Schätzungsweise verfolgten rund 20’000 Personen das Spiel in der Innenstadt. Dabei kam es zu keinen nennenswerten Vorfällen.

Die Ankunft der Fans mit den Extrazügen verlief grundsätzlich ohne Probleme. Am Hauptbahnhof kam es jedoch zu einem Zwischenfall, wobei eine Person leicht verletzt wurde. Ein Mann mit Krücken lief nahe an der Perronkante. Dabei stürzte der 34-Jährige ohne Dritteinwirkung zwischen den Perron und einen anfahrenden Zug. Der Lokführer bemerkte die Situation und stoppte den Zug sofort. Der Mann konnte unverletzt geborgen werden. Ein 33-Jähriger eilte dem Mann zu Hilfe und verletzte sich dabei leicht am Fuss. Die Rettung brachte ihn zur Kontrolle ins Spital.

Grösstenteils friedliche Feier

Im Verlauf des frühen Abends versammelten sich laufend weitere Personen im Innenstadtbereich. Die Einsatzkräfte waren insbesondere zwischen 21 und 22.30 Uhr mit der Personenlenkung beschäftigt. Wegen des grossen Andrangs musste der Marktplatz/Bohl gesperrt werden, um ein übermässiges Gedränge zu verhindern. Mehrfach musste Einfluss genommen werden, da Personen auf Dächer von Marktständen und die Calatravahalle geklettert sind. Als die Mannschaft am Marktplatz auf die Bühne trat, befanden sich schätzungsweise rund 40’000 Personen an der Cupfeier in der Innenstadt.

Trotz des grossen Personenaufkommens verlief die Feier grösstenteils friedlich. Die Stadtpolizei St.Gallen musste vereinzelt wegen kleineren Auseinandersetzungen intervenieren und die Rettung bei einzelnen medizinischen Zwischenfällen unterstützten. Beim Fanmarsch vom Bahnhof zum Marktplatz/Bohl sowie vor der Bühne wurden mehrfach Feuerwerkskörper bzw. Pyros gezündet. Die Stadtpolizei St.Gallen tätigt dazu in den kommenden Tagen weitere Abklärungen.

Auch das Verkehrskonzept funktionierte gut und es kam zu keinem grösseren Verkehrschaos. Die öffentlichen Verkehrsmittel hatten aufgrund des Fanmarschs zwischenzeitlich leichte Verzögerungen.

Medizinische Zwischenfälle und kleiner Brand

Nebst dem Vorfall am Hauptbahnhof betreute die Rettung St.Gallen rund 40 Personen. Die Einsätze standen am Nachmittag vor allem im Zusammenhang mit der Hitze. Am Abend waren insbesondere übermässiger Alkoholkonsum oder kleinere Verletzungen ein Thema. Zwei Personen mussten ins Spital gebracht werden. Zudem musste die Feuerwehr St.Gallen im Bereich Unterer Graben eine Feuerwerksbatterie löschen. Diese war in Brand geraten. Es entstand kein Sachschaden.

Die Stadtpolizei St.Gallen zieht insgesamt eine positive Bilanz. Trotz des sehr hohen Personenaufkommens kam es zu keinen grösseren sicherheitsrelevanten Vorfällen.

 

Quelle: Stadtpolizei St.Gallen
Bildquelle: Stadtpolizei St.Gallen






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