Thun BE: Rega entdeckt führerloses Boot und rettet drei Personen aus dem Thunersee
Die Rega-Crew aus Wilderswil hat gestern Nachmittag, 6. Mai, per Zufall ein führerloses Boot auf dem Thunersee entdeckt.
Nach einer Suche aus der Luft konnten sie im Wasser drei Personen lokalisieren. Für deren Rettung machte die Crew einen Berufsfischer in der Nähe auf die Personen aufmerksam, der sie anschliessend aus dem Wasser ziehen konnte. Die drei Personen wurden mit Unterkühlung hospitalisiert. Im Einsatz standen neben der Rega-Crew auch die Seerettung Thunersee und die Gewässerpolizei der Kantonspolizei Bern.
Die Rega-Crew der Basis Wilderswil befand sich nach einem Einsatz auf dem Rückflug vom Berner Inselspital nach Wilderswil, als sie kurz vor 17 Uhr im oberen Bereich des Thunersees vor dem Naturschutzgebiet Weissenau ein Motorboot entdeckte, das mit hoher Geschwindigkeit enge Kreise zog, einen Zaun im Wasser durchbrach und schliesslich über einen Uferweg hinausschoss und an Land zum Stillstand kam.
Alarmierung aus dem Wasser
Die Crew im Helikopter entschied, zuerst zu prüfen, ob sich Insassen im Boot befanden. Deshalb setzte der Pilot den Rettungssanitäter beim Motorboot ab und startete sogleich wieder, um im Wasser nach allfälligen Insassen zu suchen.
Etwa zur gleichen Zeit erreichte ein Notruf die nationale Luftrettungszentrale der Rega: Einer der Bootsinsassen hatte es geschafft, aus dem Wasser die Alarmnummer 1414 zu wählen und schilderte ihren ungefähren Standort. Dies half dem Piloten und dem Notarzt, die drei Personen im Wasser aus der Luft ausfindig zu machen.
Handzeichen aus dem Helikopter für den Fischer
Für die Rettung der schwimmenden Personen machte die Crew einen Berufsfischer in der Nähe auf die Personen aufmerksam, indem sie mit dem Helikopter nahe bei ihm schwebten und ihm mit Handzeichen zu Verstehen gaben, dass er dem Helikopter folgen solle.
Auf diese Weise führten sie den Fischer zu den drei Personen und er konnte diese aus dem Wasser auf sein Boot ziehen. Kurz darauf trafen auch die Seerettung Thunersee und die Gewässerpolizei der Kantonspolizei Bern ein, die durch die nationale Luftrettungszentrale der Rega aufgeboten worden waren.
An Land wurden die unterkühlten Personen medizinisch erstversorgt und schliesslich zur Überwachung ins nächstgelegene Spital transportiert.
Quelle: Rega
Bildquelle: Rega
